Die Ansichtskarte
Am 22.11.03, 19 h, eröffnet die Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig die Ausstellung „Die Ansichtskarte“, kuratiert von Iris Reuther, Erasmus Schröter und Barbara Steiner. Sie knüpft an das von Iris Reuther konzipierte und in Zusammenarbeit mit der GfZK und CULTURTRAEGER durchgeführte Postkartenprojekt „7 x 7 x LEIPZIG“ an.
Seit April 2002 sind diese Postkarten in insgesamt sieben Serien, bestehend aus je sieben Motiven erschienen und nach den Anfangsbuchstaben der Stadt Leipzig geordnet (L-E-I-P-Z-I-G), kostenlos in der Stadt erhältlich; in der Galerie kann die gesamte Edition erworben werden.
Iris Reuther setzt beim Bild der Stadt Leipzig an: Den offiziellen Aufnahmen stellt sie jedoch eine andere Perspektive auf die Stadt gegenüber. So geht es in der Serie „Schlösser“ nicht etwa um Prunkgebäude des alten Adels. Unter Reuthers Auswahl befindet sich die Porsche-Niederlassung genauso wie ein Bordell (Lustschloss) oder eines der imposantesten Zeugen bürgerlichen Selbstbewusstseins in Leipzig, das Neue Rathaus. Die „Urwälder“ umfassen u.a. Brachen, die „Giganten“ nehmen ironisch Bezug auf die offensichtliche Neigung der LeipzigerInnen zu Objekten mit superlativen Eigenschaften, wie das Völkerschlachtdenkmal oder auch der neue Zentralterminal des Leipziger Flughafens.
Die Ausstellung gibt Einblick in die Distribution dieser Kartenserien sowohl, was die Verteilung durch CULTURTRAEGER, als auch die „Schreibstation“ von Julia Schäfer in der GfZK anbelangt und macht Berichte von den verschiedenen Spaziergängen und Besichtigungstouren über einen Internetterminal und einer Videodokumentation von Marion Porten zugänglich.
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